Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) e.V. ist eine gemeinsame Einrichtung der deutschen Hochschulen und Mittlerorganisation der Auswärtigen Kulturpolitik, der Hochschul- und Wissenschaftspolitik sowie der Entwicklungszusammenarbeit im Hochschulbereich. Er fördert die internationalen Beziehungen der deutschen Hochschulen mit dem Ausland durch den Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern und durch internationale Programme und Projekte. Dazu unterhält der DAAD ein weltweites Netzwerk von Büros, Dozenten und Alumnivereinigungen und bietet Informationen und Beratung vor Ort.

Der Austausch mit Indien stand bisher nicht im Zentrum der DAAD-Aktivitäten. Doch nachdem Angela Merkel auf ihrem Indienbesuch die Bedeutung des Subkontinents für Deutschland hervorgehoben hatte, ging es auf einmal ganz schnell. Bundesbildungsminsterin Annette Schavan stellte ein Maßnahmenbündel zusammen und beauftragte den Deutschen Akademischen Austausch Dienst (DAAD), ein entsprechendes Programm zu entwerfen. Das Ergebnis: Die “New Passage to India”. Als Partner für die Auftaktveranstaltung suchte sich der DAAD das Heidelberger Südasien-Institut aus – der Indientag war geboren.

Als externer Berater half Volker Oberkircher, Inhaber von madhyam consulting und seit vielen Jahren dem Südasien-Institut verbunden, bei der Organisation des Indientages. Er leitete außerdem den Workshop "interkulturelles Training", der von den über 50 Teilnehmern begeistert aufgenommen wurde.

In einem ersten Teil wurde ein allgemeines Verständnis von Kultur und interkultureller Kommunikation vermittelt. Die anspruchsvollen theoretischen Grundlagen wurden den Teilnehmern durch Spiele und praktische Anwendungsbeispiele nähergebracht. Im zweiten Teil ging es dann ganz konkret um Indien. Hinduismus, Kolonialismus und Regionalismus wurden beispielhaft für die Vielfalt Indiens erläutert. Daraus leitete Oberkircher die in Indien relevanten Kulturstandards ab und sprach zahlreiche Probleme der Kommunikation zwischen Deutschen und Indern an. Zum Abschluss erhielten die Teilnehmer die Gelegenheit, Fragen zu stellen – und machten ausführlich davon Gebrauch: von der Stellung der Frau in Indien über die Rechtssicherheit schriftlicher Verträge bis zum Status der Ausländer in der indischen Gesellschaft – die Wissbegierde war groß.

Für den DAAD und das Südasien-Institut war der erste Indientag in Heidelberg ein voller Erfolg!

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