madhyam consulting - Interkulturelle Kommunikation

Interkulturelle Kommunikation wird immer mehr zur Schlüsselkompetenz der globalisierten Wirtschaft. Arbeitsmärkte werden immer internationaler, Deutschland mit seiner exportorientierten Wirtschaft ist darauf angewiesen, Kunden im Ausland zu gewinnen und neue Märkte zu erschließen. Gleichzeitig wird das Sourcing im Ausland immer wichtiger - insgesamt erhält so die Fähigkeit, mit Personen aus anderen Kulturen eine gemeinsame Ebene der Verständigung aufzubauen, eine immer größere Bedeutung.

Ähnliches gilt für die Politik. Die zentralen Themen unserer Zeit werden immer weniger auf einer rein nationalen Ebene bearbeitet. Immer wieder treten Politiker in Fettnäpfchen - und diskreditieren nicht nur sich persönlich, sondern auch die eigene Partei oder gar das eigene Land.

Deshalb steigt die Nachfrage nach gutem Rat - vor allem aber: Nach einfachem Rat. Eine konkrete Liste mit Handlungsanweisungen wird immer wieder gefordert - und vom Markt dann auch geliefert. Sinnvoll ist dies aber nicht.

Wissenschaftliche ist Kultur ein höchst komplexes Phänomen - und lässt sich nicht auf einige oberflächliche Ratschläge reduzieren. Das liegt zu einen daran, dass Kultur bedeutend tiefer geht, als wir das gerne glauben. Kultur prägt unsere komplette Denkweise und unsere Emotionen - ist aber auf der anderen Seite nicht so starr, dass sich das menschliche Handeln auch nur annäherungsweise vorhersagen lässt.

Deshalb müssen in der interkulturellen Kommunikation viele Faktoren beachtet werden - und dann an die jeweilige Situation angepasst werden. Deshalb ist interkulturelle Kommunikation keine Frage von richtig oder falsch, sondern ein Prozess, der immer wieder auf Basis des zu beobachtenden Feedbacks gesteuert werden muss.

Dabei helfen bestimmte Kenntnisse und Fertigkeiten.

Zum einen ein solides Verständnis der sozio-kulturellen Hintergründe, die das Denken, Fühlen und Handeln Ihres Gegenübers bestimmen. Dazu gehören landeskundliche Fakten, das Wissen über (religiöse) Weltanschauungen und über aktuelle politische und moralische Positionen.

Zum anderen das Training erfolgsversprechender Grundhaltungen - dazu gehört eine intensive Selbstreflektion und das Erlernen des Umgangs mit unerwarteten Reaktionen. Dazu gehört auch die Fähigkeit, Sackgassen und Teufelskreise in der Kommunikation zu durchbrechen.

Kultur kann man lernen - und auch interkulturelle Kommunikation lässt sich vermitteln. Aber nicht "in zehn einfachen Schritten". Menschen ticken nicht einfach, sondern sind in all Ihrer Vielfalt immer von höchster Komplexität - vor dieser Komplexität muss aber niemand Angst haben, ganz im Gegenteil: Sie bietet vielfältige Ansatzpunkte, um sich mit jedem beliebigen Menschen verständigen zu können.